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GENeco Bio-Bug fährt mit Methan aus der Kläranlage

GENeco Bio-Bug fährt mit Methan aus der Kläranlage
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Ein Auto mit Methan anzutreiben ist nichts wirklich neues, schließlich besteht Erdgas weitestgehend aus Methan und Erdgas-Fahrzeuge wie der VW Passat TSI EcoFuel sind bereits seit längerer Zeit auf dem Markt. Biogas, das bei der Zersetzung menschlicher Exkremente entsteht, als Autotreibstoff zu nutzen ist allerdings eine wirklich innovative Idee. Die britische Firma GENeco hat alle technischen Hindernisse überwunden und einen umgebauten Volkswagen Beetle als Beweis präsentiert. Der sogenannte „Bio-Bug“ fährt quasi mit den hinterlassenen Fäkalien der modernen Menschen.

GENeco Bio-Bug
Foto: GENeco

Der 2.0 Liter Verbrennungsmotor mit vier Zylyndern wurde so modifiziert, dass er mit dem Methangas betrieben werden kann, das bei der Zersetzung der Exkremente in einer Kläranlage entsteht. Mit diesem innovativen Gasantrieb schafft der Bio-Bug eine Höchstgeschwindigkeit von 183 km/h und sein Fahrverhalten unterscheidet sich nicht von dem eines herkömmlichen Autos. Während das Methan dem Erdgas (CNG) sehr ähnlich ist, so gibt es doch einige Besonderheiten. „Vor allem war es anfangs nicht sauber genug, so dass es die Performance des Motors beeinträchtigt hat.“ erklärt Mohammed Saddiq, der Chef von GENeco.

Der Bio-Bug startet mit Benzin und wechselt dann unmerklich auf den Betrieb mit dem Biogas. Gebaut wurde er von der Greenfuel Company aus England für GENeco. Der umgebaute VW Beetle ist ein Beweis dafür, dass das Biogas aus den unzähligen Kläranlagen auf unserer Erde eine echte Alternative zu herkömmlichem Treibstoff ist oder zumindest im Antriebsmix der Zukunft eine Rolle spielen könnte. Denn um mit dem Bio-Bug im Jahr rund 16.000 km zu fahren, benötigt man nur das Abwasser aus den Toiletten von rund 70 Wohnungen.

Weitere Informationen:
News „Car is flushed with power“ von GENeco (Englisch)
Artikel „Dung Beetle: This GENeco Bio-Bug runs on gas“ auf AutoblogGreen, 8. August 2010

Ein Kommentar

  1. Und wieviel Energie wird gebraucht, um das Methan herzustellen und zu reinigen? Rechnet sich das dann wirklich energetisch? Wenn ja, eine super Idee

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