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Volvo verlangt von der EU mehr Unterstützung bei der Einnführung von Elektroautos

Volvo verlangt von der EU mehr Unterstützung bei der Einnführung von Elektroautos
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In einem heute abgehaltenen Seminar in Brüssel machte Stefan Jacoby, Prasident und CEO der Volvo Car Corporation, seinem Unmut über die hochgesteckten Ziele und gleichzeitig fehlende Unterstützung der Europäischen Komission bei der Einführung von Elektroautos Luft. Größter Kritikpunkt ist die Einführung strengerer CO2-Werte, welche die schrittweise Einführung elektrifizierter Autos notwendig mache, gleichzeitig würde es aber keine finanziellen Kaufanreize geben, welche sie für eine größere Kundenzahl attraktiv und bezahlbar mache.

Volvo V60 Plug-in Hybrid
Foto: Volvo

Laut Jacoby wurden im Jahr 2011 weltweit weniger als 50.000 batteriebetriebene Elektroautos verkauft, was einem Marktanteil von unter 0,1 Prozent entspricht. In der näheren Zukunft würden damit ohnehin weiter die konventionellen Verbrennungsmotoren den Markt dominieren. Die Zahlen aus einer Studie der Europäischen Komission, die den Marktanteil von Elektroautos und Plug-In Hybridfahrzeugen schon 2020 bei rund 3 bis 4 Prozent sieht, ebei einem Wachstum von 30 Prozent bis 2030, hält er für unrealistisch. Dies liege vor allem an den schlecht koordinierten Anreizen durch die Regierungen der EU-Staaten sowie den hohen Kosten für Batteriesysteme.

Aus seiner Sicht müsste die Zusammenarbeit der Automobilindustrie mit den Regierungen, den Unternehmen aus dem Bereich Infrastruktur, Energiekonzernen und Forschungseinrichtungen deutlich intensiviert werden. In China habe die Regierung beispielsweise 15 Milliarden US-Dollar bereitgestellt um die einheimischen Autohersteller bei Forschung und Entwicklung von Elektrofahrzeugen zu unterstützen. In den USA und der EU sei die Unterstützung durch die Regierungen deutlich geringer.

Trotz aller Anstrengungen durch den Autobauer würde deshalb ein Auto wie der neue Volvo V60 Plug-in Hybrid um die 50.000 Euro kosten. Um ihn einer breiteren Käuferschicht zugänglich zu machen, müssten staatliche Förderungen oder andere Kaufanreize aufgelegt werden.

Ein Kommentar

  1. Wenn man die CO2-verursachte Klimaveränderung einerseits und die zuende gehenden Ölvorräte andererseits als unumstössliche Tatsachen ansieht, ist eiliger Handlungsbedarf vonnöten. Autoindustrie und EU spielen offensichtlich Mikado nach dem Motto: Wer sich zuerst bewegt, hat verloren.

    Wenn es stimmt, dass über den bisherigen CO2-Ausstoss unser Weltklima jetzt um ca. 25 Jahre zeitverzögert reagiert, werden erst weitere 25 Jahren mit stärker werdenden Klimaauswüchsen vergehen, selbst dann, wenn wir ab sofort weltweit zu einer CO2-neutraler Lebensweise fänden.

    Es ist zu befürchten, dass eine weltweite Übereinkunft mehr 25 Jahre Zeit erfordert. Beides addiert ergibt mindestens 50 Jahre, dann schreiben wir 2062. Dann werden wir wohl andere Probleme haben, als uns mit der läppischen Finanierung von E-Autos zu beschäftigen!

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