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Der Formel 1 Renault Twizy: Studie Sport F1 mit Rennwagen-Technik

Der Formel 1 Renault Twizy: Studie Sport F1 mit Rennwagen-Technik
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Der Renault Twizy ist eigentlich das ideale Gefährt für den Stadtverkehr, speziell an schönen Sonnentagen. Wer sich auch mit der bereits stärkeren Motorisierung des leichten Elektrofahrzeugs von 13 kW (18 PS) noch zu langsam vorkommt, der dürfte vielleicht Gefallen am Twizy Renault Sport F finden. Allerdings handelt es sich dabei um ein reines Concept Car. Aufgemotzt ist die rein elektrisch angetriebene Studie mit Hightech aus der Formel 1. Dazu zählen Heckflügel, Karbon, Rennslicks sowie dem Herzstück, dem KERS-System der aktuellen Formel 1-Boliden. Wie ein Rennwagen verfügt es auch nur über einen Fahrersitz und die 73 kW (100 PS) lassen eine Beschleunigung von Null auf 100 km/h in rund 6 Sekunden zu. Die Höchstgeschwindigkeit des Concept Cars beträgt 110 km/h.

Twizy Renault Sport F1
Bild: Renault

KERS-System sorgt für kurzen Leistungsschub mittels Rückgewinnung von kinetischer Energie

Das KERS-System (Kinetic Energy Recovery System) des Twizy Renault Sport F1 funktioniert ähnlich wie die Bremsenergierückgewinnung, die in diversen Hybridautos eingesetzt wird. Mit Hilfe des KERS-Systems wird in der Formel 1 Bewegungsenergie (kinetische Energie), die beim Bremsen üblicherweise in Form von Reibungshitze verpufft, gespeichert und wieder für den Antrieb genutzt. Es besteht aus einer elektrischen Motor-Generator-Einheit (MGU = Motor Generator Unit), einer eigenen Lithium-Ionen-Batterie, die speziell für schnelle Lade- und Entladezyklen ausgelegt ist, sowie der Steuereinheit KCU (KERS Control Unit). Der Elektromotor dient bei der Energiespeicherung als Generator und wandelt die kinetische Energie in speicherbaren Strom um. Dieser wird in der Batterie gespeichert und bei Bedarf fließt die elektrische Energie in den Antriebsstrang wo der Elektromotor dann für zusätzlichen Schub sorgt.

Twizy Renault Sport F1 - Der Antrieb
Bild: Renault

Energiegewinnung und Elektro-Boost per Knopfdruck

Da die Bremsleistung beim Twizy Renault Sport F1 aufgrund der deutlich geringeren Höchstgeschwindigkeit nicht mit denen eines Formel 1-Boliden vergleichbar ist, fällt auch beim Bremsen nicht genug Bewegungsenergie an, um die KERS-Batterie aufzuladen. Die Entwickler von Renault Sport Technologies und Renault Sport F1 haben sich deshalb eine alternative Lösung einfallen lassen: Ein per Knopfdruck am Lenkrad aktivierbarer Energiegewinnungsmodus, in dem der KERS-Elektromotor ähnlich wie ein Fahrraddynamo die mechanische Energie, die der Antriebsmotor des Twizy beim Fahren produziert, in elektrische Energie umwandelt.

Im ebenfalls per Knopfdruck aktivierbaren Boost-Modus wird dieser Prozess umgekehrt, und KERS gibt 14 Sekunden lang bis zu 60 kW (82 PS) an zusätzlicher Energie ab. Die MGU entwickelt dabei Drehzahlen bis zu 36.000 1/min. Durch den zusätzlichen Schub steigt auch die Drehzahl des Elektromotors auf bis zu 10.000 1/min. Das gesamte System wiegt dabei inklusive Batterie nur knapp 30 Kilogramm.

Twizy Renault Sport F1
Bild: Renault

Der Twizy Renault Sport F1 gibt sich schon auf den ersten Blick als Elektro-Renner zu erkennen

Natürlich darf bei all der Technik aus der Formel 1 auch die passende Optik nicht fehlen und so standen auch hier die Boliden von der Rennstrecke Pate. Kennzeichen des Twizy Renault Sport F1 sind ein Frontspoiler, Seitenkästen, ein Heckflügel und ein Heckdiffusor mit integrierter Regenleuchte im Stil der Topliga des Motorsports. Außerdem fühlt man sich auch auf dem Fahrersitz an die Formel 1 erinnert, denn das Lenkrad stammt aus der Formel Renault 3.5 und wurde an die Erfordernisse eines Elektrofahrzeugs mit KERS angepasst.

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