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H2-Mobility-Initiative plant 400 Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland

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Die H2 Mobility-Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, das Wasserstoff-Tankstellennetz in Deutschland massiv auszubauen. Bisher stehen in Deutschland 15 öffentlichen Tankstellen, an denen H2 getankt werden kann – der Zusammenschluss aus Shell, Daimler, Total, Air Liquide, OMV und Linde will die Zahl bis zum Jahr 2023 auf 400 Wasserstoff-Tankstellen ausbauen. Für das engagierte Vorhaben wurde bereits ein Strategieplan ausgearbeitet.

Innerhalb der nächsten vier Jahre, also bis 2017, soll das Tankstellen-Netz dank der H2-Mobility-Initiative um weitere 100 Wasserstoff-Tankstellen aufgestockt werden, denn: H2 setzt sich immer mehr als alternativer Antriebsstoff durch. Die Pläne der großen Autobauer, zu denen auch das H2-Mobility-Mitglied Daimler gehört, beinhaltet zahlreiche neue Elektro-Modelle, die mit einer Brennstoffzelle ausgestattet sind – und genau diesem Bedarf, dem alltagstauglichen Tanken von H2, will die Initiative gerecht werden, damit Deutschland auch im Wasserstoff-Bereich ein Zukunftsstandort bleibt.

Hyundai ix35 FC mit Brennstoffzellenantrieb
Foto: Hyundai

Grundsatzvereinbarung: Ausbau des Wasserstoff-Tankstellennetzes und weitere notwendige Regelungen zur Beschaffung und zum Vertrieb von Wasserstoff.

Grundpfeiler der Initiative ist eine Grundsatzvereinbarung, die von allen sechs Partner der Initiative unterschrieben wurde. Darin sind die Meilensteine des Netzausbaus und Grundsätze zur Beschaffung und zum Vertrieb des Wasserstoffs festgehalten. Zusätzlich wird auch die Bunderegierung in die Pflicht genommen, die entsprechende eigene Anstrengungen unternehmen soll, um das Vorhaben maßgeblich zu unterstützen. Der Maßnahmenkatalog der Grundsatzvereinbarung sieht dabei als ersten Schritt die Gründung eines Joint Ventures vor – eine entsprechende Genehmigung vorausgesetzt. Danach beginnt der Ausbau des H2-Tankstellennetzes, das nicht nur in Großstädten, sondern auch in ländlichen Gebieten optimiert und damit alltagstauglich werden soll. Das große Ziel lautet: eine Wasserstofftankstelle pro 90 Kilometer Autobahnstrecke. In konkreten Zahlen bedeutet das, dass in den Metropolregionen rund zehn H2-Tankstellen geplant sind. Der Ausbau des Wasserstoff-Tankstellennetzes ist ein wichtiger Schritt zur breiten Nutzung von H2 als Antriebsstoff – gleichzeitig ist der Ausbau jedoch auch mit hohen Investitionskosten verbunden: Schätzungen der H2-Mobility-Initiative zufolge verschlingt das Großprojekt rund 350 Millionen Euro.

H2-Mobility als Motor für den Markt der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie

2015 soll laut Automobil-Hersteller das Jahr der Brennstoffzellenfahrzeuge sein – viele große Hersteller kündigen bereits heute die Einführung erster Serienmodelle für Deutschland an. Gleichzeitig wird aber auch betont, dass der Erfolg des alternativen Antriebs sowohl mit dem Fahrzeugpreis und dessen Unterhalt als auch mit dem H2-Tankstellennetz zu tun hat. Die Automobilindustrie ist demnach ein wichtiger Partner der H2-Mobility-Initiative, weshalb hier eine enge Zusammenarbeit angestrebt wird. Gleichzeitig spielt die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie-Forschung eine wichtige Rolle, bei der die Bundesregierung ihren Teil beisteuern soll. Vor allem die Aufrechterhaltung des „Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ (kurz NIP) kann über Erfolg oder Misserfolg der Antriebstechnologie, der entsprechenden Fahrzeuge und der gesamten Initiative entscheiden.

Der große Vorteil der Brennstoffzellenfahrzeuge liegt auf der Hand: Die Nutzung kann die jährlichen CO2-Emissionen, die auf den deutschen Verkehr zurückzuführen sind, erheblich senken und führt damit zu deutlich besseren Klimawerten. Auch der Wirtschaftsstandort Deutschland profitiert: Mit dem Ausbau der zukunftsweisenden Technologie kann Deutschland zum Vorreiter werden – und die H2-Mobility-Initiative dabei ein tragendes Erfolgselement.

2 Kommentare

  1. Ohne Batterie funktioniert auch ein Brennstoffzellenfahrzeug nicht. Um Wasserstoff (H2) herzustellen wird eine erhebliche Menge Strom benötigt. D. h. der Gesamtirkungsgrad ist wesentlich schlechter, als gleich eine Batterie zu laden um ein Fahrzeug zu betreiben.
    Batterien werden immer besser und billiger und sind – für Pkws – die bessere Alternative weil sie unabhängiger machen. Viele Betreiber können ihren Strom selber erzeugen und sind dabei nicht auf Dritte – und deren Preispolitik – angewiesen. Das macht die Angelegenheit wesentlich preiswerter und läßt die Schmarotzer außen vor. Dem ist nicht so in der H2-Wirtschaft.

  2. @yoatmon, Sie sind leider den Trugbildern der Öl- und Batteriemafia aufgesessen, wonach Wasserstoff nur aus Elektroenergie hergestellt werden kann, und nicht z.B. direkt aus regenerativen Quellen. Die Realität ist aber leider, dass Batterien bislang für die gebotene Reichweite viel zu teuer und schwer sind. Und außerdem wer möchte ein Fahrzeug dessen ohnehin geringe Reichweite durch Alterung auch noch permanent abnimmt?

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