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Renault ZOE e-Sport Concept: Elektroauto-Studie im Race-Look

Renault ZOE e-Sport Concept: Elektroauto-Studie im Race-Look
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340 kW (462 PS), verteilt auf zwei Elektromotoren, 3,2 Sekunden für die Beschleunigung von Null auf 100 km/h, knapp zehn Sekunden bis zur abgeriegelten Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h – Renault geizt bei seiner rein elektrisch betriebenen Rennwagenstudie ZOE e-Sport Concept nicht mit überragenden Leistungen. Zu sehen ist der als Kleinwagen getarnte Renner auf dem 87. Genfer Auto-Salon im März 2017.

Renault ZOE e-Sport Concept
Bild: Renault

Serien-ZOE mutiert zum Formel-E-Renner

Nur äußerlich ähnelt die Studie dem alltagstauglichen und ebenfalls vollelektrischen ZOE mit seiner Außenlänge von etwas über vier Metern, doch bereits die Karosserie aus Kohlefaser zugunsten eines möglichst niedrigen Gewichts entspricht reiner Rennsport-Technologie. Dies gilt auch für den Rohrrahmen aus Stahl als Unterbau, verstärkt durch Kevlar-Elemente, dieses Konzept sorgt wie im Rennsport für hohe Steifigkeit des Fahrzeugs bei minimalem Gewicht. Gleiches gilt für die Räder, die im Format 245/35 eher den Walzen aus der Formel 1 als sportlichen und doch alltagstauglichen Breitreifen gleichen.

Leuchtende Lichter und andere Gimmicks

Die Karosserie ist in einem matten Blau gehalten, schicker und traditionsbewusster wäre sicherlich das originale Blaumetallic des legendären Renault Alpine gewesen. Es leuchtet und blinkt an allen möglichen Stellen, der Gedanke an Autoscooter will sich breit machen. Hosenträgergurte und Schalensitze hingegen betonen den spartanischen Rennwagen-Charakter der Studie. Ob alle Spoiler wirklich der Straßenlage dienen, sei dahingestellt.

Renault ZOE e-Sport Concept - Mix aus Rennwagen und Kleinwagen
Bild: Renault

Zeigen, was technisch möglich ist

Der Sinn einer solchen Studie liegt darin zu zeigen, was auch mit rein elektrisch betriebenen Motoren technisch bereits möglich ist. Das Konzept je eines eigenen Motors pro Achse entspricht einem Allradantrieb ohne die beim Verbrennungsmotor notwendige Kardanwelle. Mit Hilfe von vier Fahrprogrammen können Fahrerin oder Fahrer entscheiden, ob es besonders zügig voran gehen soll oder etwas gemächlicher zugunsten einer größeren Reichweite. Solcherart Programmvielfalt könnte den Weg in die Serie finden.

Das Drehmoment von 640 Nm, jeweils 320 Nm pro Motor, verspricht enorme Kraft bereits aus dem Stand. Doch darin unterscheidet sich der Renn-Zoe nicht prinzipiell vom Serienmodell, denn auch der überzeugt durch enorme Antrittskraft aufgrund des gleich vom Start zur Verfügung stehenden Drehmoments, das eigentlich jedem Elektroantrieb zu eigen ist.

Renault ZOE e-Sport Concept
Bild: Renault

1.400 Kilogramm Gesamtgewicht – 400 Kilogramm allein für die Batterie

Bislang gibt es keine Informationen über das Gewicht der beiden Elektromotoren, es dürfte allerdings deutlich unter dem eines leistungsstarken Verbrennungsmotors plus Getriebe liegen. Auch im Aufbau sind Elektromotoren bei weitem nicht so komplex konstruiert wie hochmoderne Verbrennungsmotoren, zudem entfällt die Abgasanlage. Der ZOE e-Sport Concept könnte deshalb mit seinen zwei Motoren durchaus ein Wegweiser für zukünftige Serienmodelle werden. Allradantrieb für alle scheint elektrisch ohne nennenswerten Mehrverbrauch möglich.

Bleibt das Batteriegewicht. Mit seinen etwa 400 Kilogramm treiben die großen Akkus das Gesamtgewicht in die Höhe. Verringern lässt es sich in Zukunft hoffentlich durch neue Batterietechnologien sowie ein flächendeckendes Netz von Schnellladestationen. Denn nur wenn überall ohne Probleme nachgeladen werden kann, spielt die maximale Reichweite von E-Autos nicht mehr die überragende Rolle.

Ein Kommentar

  1. „hochmoderne Verbrennungsmotoren“ 😉 der war gut!
    zu den Ladestationen: Überall einfach zugängige Steckdosen reichen. was hilft am Bahnhof eine Schnelladestation, wenn der Pendler dann den ganzen Tag in der Arbeit ist…

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