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Toyota Hybrid FFV: Ein Prius, der auch mit Ethanol fahren kann

Toyota Hybrid FFV: Ein Prius, der auch mit Ethanol fahren kann
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Die Bezeichnung „FFV“ steht als Abkürzung für Flexible Fuel Vehicle, was nichts anderes bedeutet, als dass ein Fahrzeug sowohl mit Benzin wie auch mit Methanol und Ethanol oder einem Mix dieser Kraftstoffe angetrieben werden kann. Ein besonders großer Markt für diese Art von Autos ist Brasilien, wo mit bis zu 25% Bioethanol vermischtes Benzin bereits seit den 1980er-Jahren weit verbreitet ist. Dementsprechend wurde der Toyota Hybrid FFV – das weltweit erste Flex-Fuel-Hybridmodell im brasilianischen Sao Paulo vorgestellt. Der Prototyp ist Teil der „Toyota Environmental Challenge 2050„, mit der der japanische Autokonzern die CO2-Emissionen seiner Fahrzeuge bis Mitte des Jahrhunderts um 90 Prozent senken will.

Toyota Hybrid FFV - Mit Flex-Fuel-Hybridantrieb
Foto: Toyota

Für eine noch bessere Umweltverträglichkeit wurde der Hybridantrieb des Toyota Prius weiterentwickelt. Der „Hybrid FFV“-Antrieb kombiniert dabei die Vorteile des extrem sparsamen und sauberen klassischen Hybridsystems mit der Möglichkeit, neben Benzin auch Ethanol zu verbrennen. Da der Kraftstoff Bioethanol zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnenen wird, können so noch mehr CO2-Emissionen eingespart werden.

Laut Aussage von Toyota verhält es sich beim Hybrid FFV gegenüber vergleichbaren Pkw mit Flex-Fuel-Antrieb hinsichtlich der Umweltbilanz wie beim Prius im Vergleich zu einem klassischen Benziner. Betrachtet man die gesamte Wertschöpfungskette – von der Rohstoffgewinnung über die Lieferung an die Tankstelle bis zur Verbrennung im Motor -, fällt diese deutlich besser aus. Wird sogar aus Zuckerrohr gewonnenes Ethanol (E100-Kraftstoff) verwendet, ist das Resultat noch vielversprechender.

Ob der Toyota Hybrid FFV tatsächlich als Serienmodell für Brasilien gebaut wird, wird das Unternehmen aber erst nach zahlreichen Tests entscheiden. Vor allem sollen auch die Zuverlässigkeit, Haltbarkeit und Leistungsfähigkeit des Systems unter realen Strassenbedingungen ausführlich getestet werden.

Ergänzende Informationen von unserem Leser Bernd Ahlers

Per E-Mail hat ein Leser des Grüne Autos Magazins die folgenden zusätzlichen und interessanten Informationen zur Flexible Fuel Vehicle Technologie nachgereicht:

Die Technik „FFV“ wurde von der Firma Bosch Anfang der 1970er Jahre in Auftrag der brasilianischen Regierung entwickelt, um Ethanol-Mischungen bis zu 85% (E85) nutzen zu können. In Brasilien fahren aber auch bereits PKWs mit E100 (Biosprit zu 100% aus Ethanol).

Durchgesetzt hat sich die Technik in dem bevölkerungsreichsten Land Südamerikas wohl vor allem auch aufgrund der Bezahlbarkeit. Die Mehrkosten für FFV in der Serienproduktion belaufen sich, je nach Zylinderzahl, gerade einmal zwischen 30 Euro und 60 Euro.

Neben Brasilien sind die USA das Land mit den meisten FFVs. 2017 waren über 20 Mio. PKWs mit der Technik zugelassen.

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