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EMIL: Erstes Carsharing in Salzburg ausschließlich mit Elektroautos

EMIL: Erstes Carsharing in Salzburg ausschließlich mit Elektroautos
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Beim Carsharing teilen sich viele Fahrer ein Auto und nutzen es nur dann, wenn sie es wirklich benötigen. Dieses ohnehin ökologisch sinnvolle Konzept wurde in der Stadt Salzburg jetzt sogar noch nachhaltiger. Am 1. März startet in Salzburg nämlich das erste Carsharing, das rein auf Elektroautos und Ökostrom setzt. Das Handelsunternehmen REWE International AG (BILLA, MERKUR, PENNY, BIPA, ADEG) gründet zu diesem Zweck mit dem Energieversorger Salzburg AG das Tochterunternehmen EMIL. Gestartet wird mit fünf Ausleihstationen und 10 Elektroautos, bis zum Jahr 2016 soll das Angebot auf 40 Stationen in der Stadt Salzburg erweitert werden.

EMIL Elektroauto Carsharing
Foto: EMIL GmbH

„Carsharing mit Elektroautos ist ökologisch doppelt sinnvoll: Zum einen sind weniger Autos unterwegs, zum anderen werden diese mit Ökostrom angetrieben“, erklärt August Hirschbichler, Vorstandssprecher der Salzburg AG. Experten sehen Carsharing in Städten als große Chance für eine Entlastung des Verkehrs: So ersetzt ein Carsharing-Auto bis zu acht Privat-PKW (vgl. VCÖ, 2011*). „Unser Carsharing-Modell wird EMIL heißen und ist als Pilotprojekt in der Modellregion Salzburg geplant“, erzählt Peter Breuss, Technischer Direktor REWE International AG. Die Salzburg AG hat schon im Jahr 2009 mit ihrem Tochterunternehmen „ElectroDrive Salzburg“ nach Vorarlberg die zweitälteste Modellregion für E-Mobilität in Österreich geschaffen. „Was wir mit ElectroDrive Salzburg begonnen haben, findet in EMIL seinen logischen nächsten Schritt“, sagt Hirschbichler. Auch Städte wie Wien, Graz und andere zeigen bereits Interesse und könnten das Modell sofort übernehmen. „Die Erfahrungen in Salzburg werden zeigen, wie schnell wir unser System auf andere österreichische Städte ausdehnen. EMIL ist so konzipiert, dass wir es jederzeit auf andere Städte ausweiten können“, so Breuss.

Elektroauto-Carsharing in Kombination mit öffentlichem Verkehr

Hirschbichler: „Wir wollen vor allem die Kombination mit dem öffentlichen Verkehr fördern. Für uns hat er absolut Vorrang, wenn man aber einmal ein Auto braucht, dann soll auch eines verfügbar sein.“ Aus diesem Grund wwerden die Salzburg AG und REWE International AG auch Spezialtarife für die Nutzung von Carsharing in Verbindung mit dem öffentlichen Verkehr anbieten. „Im Schnitt ist ein Privat-PKW nur eine Stunde am Tag in Betrieb. Die restliche Zeit steht das Auto.* Carsharing verhindert solche Leerläufe: Durch die gemeinschaftliche Nutzung werden nicht nur die Kosten sondern auch die Anzahl der stehenden Fahrzeuge reduziert“, meint Breuss.

REWE International AG und Salzburg AG sind Pilotprojekt-Partner

Die REWE International AG setzt bereits seit Jahren Projekte im Bereich E-Mobilität um, als Mitglied von Austrian Mobile Power fördert das Unternehmen diese auf unterschiedliche Weise: ob Stromtankstellen mit „grünem Strom“, Hybrid-LKWs oder E-Test-Autos. „Salzburg hat uns vor allem wegen der sehr frühen und konsequenten Umsetzung verschiedenster E-Mobilitäts-Projekte, wie beispielsweise ElectroDrive, eigenen Ladestationen u. ä., zugesagt. Die Mozartstadt und damit auch die Salzburg AG sind sicherlich ganz vorne mit dabei in Österreich“, so Breuss. Die EMIL-Autos werden auf öffentlichen Plätzen, auf Parkplätzen der Salzburg AG und vor Märkten der REWE Group stehen: also bei BILLA, MERKUR oder auch BIPA. „REWE Group ist für uns ein idealer Partner: Zum einen setzt das Unternehmen glaubwürdig seit Jahren auf nachhaltige Themen, zum anderen sind die Märkte gut in der Stadt verteilt. Unser Ziel ist, vor allem die Bewohner Salzburgs anzusprechen. Darum positionieren wir unsere Ausleihstationen dort, wo viele Menschen leben. Vor allem Personen, die aus Überzeugung aufs Auto oder Zweitauto verzichten, möchten wir ansprechen“, so Hirschbichler. EMIL wird im 15 Minuten Takt abgerechnet. Der Tarif pro Stunde liegt zwischen fünf und sechs Euro, für Geschäftskunden gibt es Spezialpakete.

Stadt Salzburg als erster Großkunde von EMIL

Das Carsharing von Elektroautos ist nicht nur für Privatkunden gedacht. Firmen oder Institutionen können ebenso aauf EMIL setzen. Dafür werden spezielle Lösungen angeboten. „Als Stadt Salzburg gehen wir mit gutem Beispiel voran. Manche unserer PKW im Fuhrpark fahren weniger als 5.000 Kilometer im Jahr. Diese können wir wunderbar durch Carsharing-Autos ersetzen. Wenn diese dann noch elektrisch betrieben werden, ist das doppelt umweltfreundlich“, sagt Heinz Schaden, Bürgermeister der Stadt Salzburg. Die Stadt Salzburg ist aber nicht nur erster Kunde, sondern stellt auch Parkflächen im innerstädtischen Bereich zur Verfügung. „Seit Sommer 2011 kann man in Salzburg mit Elektroautos während der Ladedauer vor Ladestationen gratis in der Kurzparkzone stehen. Das war ein erster Schritt zur Förderung der umweltfreundlichen Mobilität. Jetzt stellen wir außerdem bewusst Flächen für EMIL zur Verfügung. So gibt es z. B. eine Ausleihstation in der Franz-Josef-Straße, gegenüber vom Cafe Fingerlos“, so Schaden.

EMIL ab 1. März 2012 buchbar

Die Elektroautos können über die Website www.fahre-emil.at, über eine App für Smartphones und über die Hotline 0810/555 555 ab 1. März 2012 in Salzburg gebucht werden. Biszum 31. März entfällt für alle Neukunden die Registrierungsgebühr von einmalig 25,- Euro. Die Logistik für das Ausleihsystem stammt von der Deutschen Bahn, die mit „Flinkster – Mein Carsharing“ in 140 deutschen Städten ein Carsharing anbietet. EMIL-Kunden können damit auch an diesen Standorten PKW mieten. Je zwei Fahrzeuge werden zu Beginn an den folgenden Standorten in Salzburg zur Verfügung stehen:

– Salzburg AG, Bayerhamerstraße 16
– Salzburg AG / Heizkraftwerk Mitte: Alois-Schmiedbauer-Straße/Gebirgsjägerplatz
– BILLA Klessheimer Allee 90
– BILLA / BIPA Aignerstraße 67-69
– Franz-Josef-Straße 8 (öffentlicher Standort)

Versicherungspartner von EMIL ist die Allianz Versicherung, bei der Pannenhilfe setzt das Unternehmen auf das bewährte Angebot des ÖAMTC.

*Quelle: Verkehrsclub Österreich, „Potenziale von Carsharing“, Wien 2011

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