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Experten der econfleet glauben weiter an den Erfolg der Elektromobilität

Experten der econfleet glauben weiter an den Erfolg der Elektromobilität
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Bereits seit mehr als 10 Jahren werden in Deutschland im Jahr mehr neue Firmenwagen als private Pkw zugelassen. Aufgrund der Steuererleichterungen wurden und werden vor allem teure Modelle stark subventioniert, die aber oft auch übermäßig motorisiert und damit besonders umweltschädlich sind. Stetig steigende Spritpreise und der Wunsch nach einem „grünen“ Image lassen aber auch immer mehr Flottenbetreiber umdenken und spritsparende Autos sowie alternative Antriebe in den Fokus rücken. Diesem Thema widmet sich auch die econfleet, Messe und Konferenz für nachhaltiges Fuhrparkmanagement, die am 17. und 18. Oktober 2012 zum zweiten Mal in Münster stattfinden wird. In einer Expertenrunde wurde im Vorfeld bereits über das Thema Elektromobilität diskutiert.

Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten im Vorfeld der econfleet die Chancen der Elektromobilität. Bei der Konferenz und Messe am 17. und 18. Oktober stehen dann auch andere Antriebe wie Autogas und Erdgas im Fokus
Foto: econfleet

Ob das von Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Regierung angestrebte Ziel von einer Millionen Elektroautos auf deutschen Strassen im Jahr 2020 noch realistisch ist, davon ist man zwar auch hier nicht ganz überzeugt, die ehrgeizigen Vorgaben hält Dr. Gerhard Hörpel aber für richtig. „Sie hat damit viele Aktivitäten und Kräfte freigesetzt“, ist die Meinung des Leiters des Batterieforschungszentrums MEET der Universität Münster, in dem ein internationales Wissenschaftlerteam Materialien entwickelt, die Batterien mehr Reichweite geben, ihre Haltbarkeit verlängern und bezahlbar sein sollen. Die Elektromobilität wird sich insbesondere bei gewerblich genutzten Fahrzeugen etablieren, soweit ist Dr. Hörpel sich sicher.

Die Erklärung dazu liefert Hilmar Kahnt von den Stadtwerken Münster am Beispiel seines Unternehmens: Acht Elektrofahrzeuge, je vier Pkw und Transporter, sind für die Stadtwerke unterwegs und die im Vergleich zu einem Benziner oder Diesel vergleichsweise geringe Reichweite ist hier kein Problem. „Sie eignen sich hervorragend für Kurzstrecken“, stellt er fest. Die Routen führen durchs Stadtgebiet, sind damit selten länger als 50 Kilometer und gut kalkulierbar. Ein ähnliches Anforderungsprofil sieht Dr. Hörpel auch bei Pflegediensten und vielen Handwerksbetrieben.

Noch können Fahrer von Elektroautos ihre Fahrzeuge an zehn Stationen der Stadtwerke in Münster sogar kostenlos aufladen. Aber auch beim bezahlten „Aufladen“ ist es gegenüber dem „Tanken“ vergleichsweise günstig. Für eine 100 Kilometer lange Fahrt rechnet Dr. Hörpel mit Stromkosten in Höhe von drei Euro – eine Fahrt mit einem Diesel-Pkw wäre doppelt so teuer. Und auch wenn gerade wieder auf kommende Preissteigerungen beim Strom hingewiesen wird, so dürften auch die Preise für benzin oder Diesel kaum nach Unten gehen. „Denn gerade der Ölpreis wird aufgrund der knappen Ressourcen weiter steigen“, ist auch die Prognose von Hilmar Kahnt.

Die deutlich höheren Anschaffungskosten machen das Elektroauto im Vergleich zu einem sparsamen Diesel aktuell noch nicht wirklich attraktiv, allerdings würden die geringeren Kosten bei der Wartung und die geringeren Betriebskosten häufig nicht mitgerechnet, erklärt Volker Hölscher von den Handwerks-Bildungsstätten in Coesfeld. „Auch der Fahrspaß ist ein Kaufargument, und diese Autos machen Spaß“, unterstreicht er. Im Projekt „Memo“, das er mit betreut, werden unter anderem Kfz-Werkstätten auf den technologischen Wandel hin zur Elektromobilität vorbereitet. Die Handwerksbetriebe seien hier aufgeschlossen, „niemand will die Entwicklung verschlafen“, stellt er fest. Auch das Interesse der Kunden ist vorhanden. Viele Autohändler in der Expertenrunde machen den Fahrern die Stromer zudem dadurch schmackhaft, dass die Batterie nicht mit dem Auto verkauft, sondern vermietet wird.

Die econfleet befasst sich in ihrem zweitägigen Programm auch mit anderen alternativen Antrieben wie Gas und mit Hybridlösungen. Für Probefahrten stehen Fahrzeuge zur Verfügung. Das komplette Programm ist unter www.econ-fleet.de abrufbar. Dort sind auch Gratis-Registrierungen möglich.

3 Kommentare

  1. Oh, das ist ja schade, dass sogar die Experten nicht an Frau Merkels 2020-Ziel glauben!
    Die Reichweite ist natürlich schon noch ein Problem, beispielsweise bei Firmenwagen..
    Aber ich finde es wichtig und richtig, dass das Thema vorangetrieben wird. Klar, das steckt alles noch in den Kinderschuhen. Aber die ersten Automobile, die es gab waren ja auch lange nicht perfekt – da hat sich bis heute sicherlich einiges getan 😉 Daher verstehe ich nicht, wie einige so dagegen wettern können – weiterentwickeln ist leichter, wenn das Produkt schon gekauft/genutzt wird.
    Ich finde jedenfalls, dass das ein ganz spannendes und wichtiges Thema ist!
    Und zur Unterstützung noch ein anderer Artikel, den ich gelesen habe. Da geht es um eine Studie von A. T. Kearney, derzufolge „Hybride Marktanteile zwischen 15 und 50 Prozent gewinnen“ werden (Quelle: http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/produktion-technologie/nutzfahrzeuge-durch-alternative-antriebe-mehr-umsatz-fuer-zulieferer/).

  2. Ich bin ebenfalls von dem Hype der E-Autos überzeugt. Ich meine, im Vergleich zu 2002 sind die Benzinpreise um fast 60% angestiegen. Außerdem können wir es durch intelligente Stromlösungen eine alternative zu fossilen Rohstoffen bieten. Unsere mobile Zukunft heißt also Elektromobilität.

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