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Firma kündigt Batterie für Elektroauto mit 2.000 Kilometer Reichweite an

Firma kündigt Batterie für Elektroauto mit 2.000 Kilometer Reichweite an
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Bezahlbare Elektroautos mit einer Reichweite von 500 Kilometern wären bereits ein Durchbruch, Batterien mit denen das Fahren von 1.000 Kilometern ohne Aufladen möglich wäre, dürften für die meisten Menschen dann bereits schon nach Science Fiction klingen. Nicht so für Holger Thorsten Schubart, den CEO des deutsch-amerikanischen Unternehmens Neutrino, Inc. Wie heute auf der Webseite von Focus Online berichtet wurde, will die Firma nach eigenen Angaben einen Akku für E-Autos entwickelt haben, der eine Reichweite von unglaublichen 2.000 Kilometern möglich machen soll. Mit einer solchen Leistung müssten die meisten Autofahrer ihre E-Auto dann höchstens noch einmal im Monat aufladen und auch lange Fahrten wie etwa in den Urlaub wären kein Problem mehr.

Elektroauto auf der IAA 2013
Foto: Grüne Autos Magazin

Doch damit nicht genug, wie das Unternehmen weiter mitgeteilt hat, soll sich die Batterie im Laufe der Zeit sogar von alleine wieder aufladen. Möglich machen soll dies eine Technologie, die sowohl Neutrinos (kleine Neutronen, elektrisch neutrale Elementarteilchen mit sehr geringer Masse) wie auch die Nanochtechnologie miteinander kombiniert. Im Rahmen des Neutrino Projekts soll bereits eine Neutrino-Zelle zur Nutzung der Neutrino-Energie entwickelt worden sein, die „N-Cell“ getauft wurde. Die Teilchen, die genutzt werden sollen, stammen wohl also aus der sogenannten „Neutrino-Strahlung“ der Sonne, die der geniale Nikola Tesla erstmals entdeckt hatte und deren Geschwindigkeit seiner Meinung nach noch schneller als die des Lichts ist.

Funktionsweise der N-Cell

Vereinfacht dargestellt soll die kostenlos verfügbare und saubere Energie der Neutrinos durch den Einsatz einer Spezialfolie, bestehend aus der sog. „N-cell“, in Strom umgewandelt und dadurch nutzbar gemacht. Sie funktioniert dementsprechend ähnlich wie die Photovoltaik, allerdings im Gegensatz zur Nutzung der Sonnenstrahlen in Form sichtbaren Lichts sowohl bei Tag als auch bei Nacht. Die Spezialbeschichtung auf der Folie wird dabei laut Aussage der Neutrino, Inc., in Kombination mit Nanotechnologie hergestellt. Wie auf der Webseite es Unternehmens zu lesen ist, sollen die Strom- und Spannungswerte dieser neuartigen Neutrino-Technologie in jederzeit wiederholbaren Leistungstests nachvollziehbar demonstriert und bewiesen werden.

Gegenüber Focus Online gab Neutrino-Geschäftsführer Holger Thorsten Schubart an, dass die aktuelle Version einer solchen Batterie für Autos zwar noch zu schwer sei, man aber an der Entwicklung einer leichteren Version arbeite. Vom Magazin zu dieser Technologie befragte Wissenschaftler sehen die Aussage des Unternehmens allerdings eher skeptisch und glauben nicht an einen derartigen Durchbruch. Für die Elektromobilität bleibt also zu hoffen, dass sie sich irren.

Weitere Informationen im Artikel „2.000 Kilometer ohne Nachladen: Diese Firma verspricht das Elektroauto-Wunder“ auf Focus Online sowie auf der Webseite www.neutrino-inc.com des Unternehmens.

8 Kommentare

  1. Hendrik Ronneburg

    Nun ja, als Naturwissenschaftler, muss ich sagen:
    Falls das war sein sollte hat die Neutrino Firma mehrere Nobelpreise sicher. Einmal für Physik, für die nutzbarmachung der riesigen Neutrinoströme die die Erde tatsächlich ständig durchwandern (also mit quasi keinem Stück der Erdmaterie interagieren), dann noch einen für Frieden, da er gleichzeitig den Umweltschutz vorrangetrieben hat, und Atomkraft überflüssig gemacht hat, und somit alle Atomwaffen verbannt werden können, dann noch einen für Wirtschaft, weil er die Wirtschaft mit unerschöpflichen Energiequellen auf den Kopf gestellt hat, der für Chemie ist bei den Nanomaterialien sicher auch noch drin.
    Obwohl: Hmm, Orkhams Rasiermesser sagt, dass zuviele Zufälle gleichzeitig eher nicht auftreten… Heee, heißt das etwa, dass das nur erstunken und erlogen ist?

  2. Egon Rasselpferd

    Da freuen wir uns alle auf die unerschöpflichen Energiereserven.
    Wir habe in der Veröffentlichung auch fast alle wesentlichen Schlagworte gefunden welche die Seriosität des Anbieters klar stellen.
    Einzig „kalte Fusion“ wurde nicht verwendet – hätte man so schreiben können:
    „Die Spezialbeschichtung auf der Folie zum Zwecke des Neutrinoeinfanges in Kombination mit Nanotechnologie hergestellt und basiert auf dem Prinzip der kalten Fusion….“
    Damit würde die verwendete Technologie erheblich gewinnen…. Ich bin der Meinung: TOLL WEITER SO

  3. Der Holger Torsten Schubart verkauft mit Mega NFC 10 auch ein mysteriöses Produkt, welches die freien Radikale binden soll und die Monatspackung für läppische 550 Euro zu haben ist. Ornella Mutti ist angeblich begeistert… 🙂 Auszug aus der Webseite: MEGA NFC® medical10 enthält einen natürlichen, mikronisierten Klinoptilolith-Zeolith sehr hoher Reinheit. Durch ein einzigartiges Fertigungsverfahren, der HENA® (High Energy Natural Activation) – Aktivierung, wird eine Steigerung der Adsorptionsfähigkeit des Minerals erreicht (30-fache Vergrößerung der Oberfläche im Vergleich zu herkömmlichen, nicht aktivierten Zeolithen).

    Also kurz: Holger Torsten Schubart ist entweder, wie Holger richtig bemerkt hat, ein Genie und Nobelpreisverdächtig oder – und das denke ich – ein Hochstapler.

    PS: Mit IceCube besteht ein riesiges Forschungsprojekt am Südpol mit dem hunderte Forscher aus aller Welt in einem riesigen Detektor bisher ein paar Dutzend Neutrinos eingefangen haben. Es scheint also nicht ganz einfach zu sein.

  4. sollte natürlich heissen: Wie Hendrik richtig bemerkt hat.

  5. Wie kann man nur auf einer Seite, die sich mit elektrotechnischen Anwendungen befasst, so naiv sein, und auch nur ein Wort glauben, von dem was dieser Schubart behauptet? Neutrinos, die problemlos die ganze Erde durchdringen, zu deren „einfangen“ gigantische Apparaturen nötig sind, bis man mal eines erwischt, das soll durch eine simple Folie plötzlich möglich sein: Tipp: Nur weil Nano und Neutrino beide mit „N“ anfangen und mit „o“ aufhören, hat das noch lange nichts miteinander zu tun.
    Wie windig die Geschäfte des jetsettenden Herrn Schubart sind, kann man erahnen, wenn man seinen völlig überteuerten Nahrungsergänzungsmittelschrott anschaut, der im Wesentlichen aus Klinoptilolith besteht, welches man als Katzenstreu und Füllstoffe etc. verwendet und fast nichts kostet.
    Aber es werden sich sicher wieder Leute finden, die auf diesen Quacksalber hereinfallen, sieht man ja schon an diesem völlig unkritischen Artikel hier.

  6. Also ich kann mir wie meine Vorkommentatoren eigentlich keinen Grund vorstellen, warum solch ein Schwachsinn hier verbreitet wird. Ausser natürlich, dass die Autoren damit einfach Besucher und Klicks generieren wollten – und das scheint ja zu funktionieren. Ein Schelm wer Böses dabei denkt 😉

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