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Riversimple – Open Source Auto mit Brennstoffzellenantrieb

Riversimple – Open Source Auto mit Brennstoffzellenantrieb
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Riversimple ist die revolutionäre Idee des ehemaligen Motorsport-Ingenieurs und Rennfahrers Hugo Spowers aus England. Nachdem ihm bewusst wurde, wie sehr Autos und speziell sein bisheriges Betätigungsfeld Sportwagen die Umwelt schädigen, verließ er in den 1990er Jahren diese Branche. Inspiriert von Amory Lovins vom Rocky Mountain Institute, der bereits damals am Bau von kleineren und leichteren Elektroautos forschte, gründete er das Unternehmen Riversimple mit dem Ziel, Lösungen für eine nachhaltigere und verantwortungsvollere Mobilität zu erschaffen.


Foto: Riversimple

Die Entwicklung und der Bau eines umweltfreundlichen Autos ist allerdings für sich genommen noch nicht wirklich revolutionär und erklärt auch noch nicht die Einzigartigkeit von Riversimple. Das Konzept beinhaltet daher auch mehr als den Bau des Fahrzeugs. Das Auto soll den Bedürfnissen urbaner Mobilität entsprechen und damit klein, wendig und leicht sein um möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Aus diesem Grund wird großteils Carbon (Kohlefaser) statt Stahl verwendet. Anstelle eines Verbrennungsmotors sorgen vier Brennstoffzellenstapel für die notwendige Energie, statt mit Benzin fährt er mit Wasserstoff.


Foto: Riversimple

Das Design wurde rund um die neue Antriebstechnik und das Material Carbon herum entwickelt und unterscheidet sich deshalb von herkömmlichen Autos. Außerdem setzt Riversimple auf ein weiteres Instrument, das bisher vor allem im Bereich Software und Internet sehr erfolgreich ist: Open Source ist das Schlagwort bei Design und Entwicklung und so ist die weltweite Community zur aktiven Teilnahme eingeladen. Lizensiert wird das Design unter der unabhängigen Open Source Foundation 40 Fires, einer Plattform für die Entwicklung von energeeffizienter Technologie.


Foto: Riversimple

Eine weitere Einzigartigkeit ist für den Vertrieb geplant: So sollen die Riversimple Fahrzeuge nicht verkauft sondern nur verleast werden. Diese Vertriebsform soll dazu beitragen, dass sich sowohl der Hersteller wie auch der Kunde an dem Ziel ausrichten, eine möglichst lange Lebensspanne des Autos und höchstmögliche Effizienz zu erreichen. Dazu ermöglicht die Verwendung von Carbon anstelle von Stahl die Produktion in kleineren Einheiten vor Ort. Riversimple plant z.B. 5.000 bis 10.000 Fahrzeuge pro Jahr, die so ohne Probleme den Anforderungen des jeweiligen Landes angepasst werden könnten. Alle diese Faktoren zudem die Umwelt entlasten.


Foto: Riversimple

Riversimple soll als Unternehmen außerdem jedem Beteiligten ein Mitspracherecht gewähren und eine Beteiligung am Gewinn garantieren. Statt „Business as usual“ soll so eine demokratische Organisation entstehen, die extrem flexibel ist und im Dienst von Gesellschaft und Umwelt steht. Klingt nach Utopie? Hoffentlich beweist die Zukunft das Gegenteil!

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