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Rückblick f-cell 2010: Gute Aussichten für Brennstoffzellen

Rückblick f-cell 2010: Gute Aussichten für Brennstoffzellen
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Auf der f-cell 2010 waren sich alle über eines einig: Damit sich Brennstoffzellen endlich auf dem Markt durchsetzen um in Häusern, unterwegs und natürlich in Autos zu einer netzunabhängigen Stromversorgung beizutragen, müssen alle mit anpacken. Diese gemeinsame Mission prägte die Stimmung auf dem zehnten internationalen Brennstoffzellen-Fachforum f-cell Ende September in Stuttgart. In Deutschland gibt das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) Rückenwind für umfangreiche Demonstrationsprojekte sowie Forschungs- und Entwicklungsarbeiten.

Die Brennstoffzelle ist weltweit auf dem Vormarsch, was die Zusammensetzung der Teilnehmer eindrucksvoll belegt: Die 82 internationalen Referenten reisten aus 14 Ländern an und von den mehr als 400 Kongress-Teilnehmern kamen 80 aus dem Ausland. Insgesamt namen am 27. und 28. September in Stuttgart mehr als 400 Messegäste, Lehrgangs- und Businessbrunch-Teilnehmer sowie knapp 50 Aussteller teil. Wesentliche Triebkraft für die positive Entwicklung ist in Deutschland das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie (NIP), das noch bis 2016 läuft. „Insgesamt stehen für das 2008 gestartete Programm 1,4 Milliarden Euro aus Bundesmitteln und aus Mittel der Unternehmen zur Verfügung. 45 Prozent der Fördergelder des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) wurden bislang für Demonstrationsprojekte sowie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in allen Anwendungsfeldern der Brennstoffzelle, beispielsweise für Fahrzeuge, die Hausenergieversorgung, Notstromversorgungen oder Freizeitanwendungen, bewilligt und abgerufen“, berichtet Tilman Wilhelm von der NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, die mit einem großen Messestand auf der f-cell vertreten war. Neben dem NIP koordiniert die NOW auch die sogenannten Modellregionen Elektromobilität: „Bis Januar 2011 wollen wir 2.800 batteriebetriebene Elektrofahrzeuge – Pedelecs, Elektroroller, PKW, kleine Nutzfahrzeuge, LKW und Hybrid-Busse – in den bundesweit acht Regionen auf den Straßen und eine entsprechende Ladeinfrastruktur aufgebaut haben“, sagt Wilhelm.

Batterien und Brennstoffzellen stehen nicht in Konkurrenz
Wenn über den Antrieb der Zukunft diskutiert wird, wird in der Öffentlichkeit häufig die Frage gestellt ob sich Elektromobilität oder Brennstoffzellen durchsetzen. Dabei stehen diese gar nicht in Konkurrenz zueinander und der Antrieb erfolgt ohnehin in beiden Fällen mit einem Elektromotor. Die Brennstoffzelle könnte nur anstelle der Batterie für den notwendigen Strom sorgen oder mit ihr kombiniert werden.

Daher bot das f-cell-Fachforum 2010 unter dem Motto „Brennstoffzellen und Batterien bewegen die Zukunft“ erstmals auch Vorträge und Stände zum Thema batterieelektrischer Mobilität. „Diese beiden Bereiche, die in der Öffentlichkeit oft fälschlich als konkurrierend wahrgenommen werden, wachsen nämlich immer mehr zusammen“, sagt Peter Sauber, Geschäftsführer der Peter Sauber Agentur Messe und Kongresse GmbH, der die f-cell seit nunmehr zehn Jahren gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) veranstaltet. Auch WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg betont die enge Verbindung: „Die regionale Wirtschaftsförderung ist nicht nur Veranstalter der f-cell, sondern auch regionale Leitstelle der Modellregion Elektromobilität. Batterien und Brennstoffzellen haben ihre spezifischen Stärken und ergänzen sich.“ Sabine Sadjak, Geschäftsstellenleiterin der Brennstoffzellen + Batterie-Allianz Baden-Württemberg, die seit Januar 2010 auch die Batterietechnologie im Fokus hat und insgesamt 70 Mitglieder aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vertritt, bestätigt, „dass die Kombination aus Brennstoffzellen und Batterien das größte Potenzial für zukünftige Antriebskonzepte bietet, da sie ein umweltschonendes Antriebskonzept mit hohen Reichweiten verbindet.“

Drei neue Wasserstoff-Tankstellen für Baden-Württemberg
Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr wird mit Mitteln aus dem Landesinfrastrukturprogramm weitere Wasserstofftankstellen fördern. Dazu sind drei konkrete Kooperationen im Gang, berichtete Stefan Gloger, Leiter des Referats Forschung, Umwelttechnik, Ökologie: Eine zusätzliche Wasserstofftankstelle und ein Erzeugungs- und Speicherkonzept ist mit der EnBW am Gaskessel in der Talstraße in Stuttgart geplant und beim Karlsruher Institut für Technologie KIT auf dem Campus Nord in Eggenstein-Leopoldshafen soll eine Wasserstofftankstelle mit einer Versorgung aus regenerativen Quellen entstehen, die Brennstoffzellen getriebene Busse zum Campus Süd versorgt. In Freiburg wird beim Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme eine Wasserstoff-Energiekette vorbereitet, die aus Elektrolyseur, Wasserstoffspeicher und ebenfalls einer Abgabestelle besteht. Diese drei Infrastrukturprojekte stehen kurz vor der Unterzeichnung eines Letter of Intent.

Business-Brunch für – noch – Branchenfremde
Mittelständische Unternehmen anzusprechen, die bislang wenig mit der Brennstoffzellentechnologie oder batterieelektrischer Mobilität zu tun hatten, war Ziel des von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) im Rahmen der f-cell durchgeführten Business Brunch mit Vortrag, Expertengesprächen und gemeinsamem Messerundgang. „Wir hatten mit 30 bis 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gerechnet. Statt dessen meldeten sich rund 90 Interessierte an“, sagte Johannes Pallasch, Projektleiter Investorenservice bei der WRS. „Das Angebot traf ins Schwarze. Viele Unternehmen möchten ihre künftigen Geschäftsmöglichkeiten in der Wasserstoff- und Brennstoffzellen- bzw. der Elektromobilitätsbranche eruieren. Wir unterstützen sie dabei.“

f-cell 2011: Termin vormerken
Wer nächstes Jahr das Branchenforum wieder nutzen möchte, um Informationen zu sammeln und weiterzugeben sowie Kontakte zu knüpfen und aufzufrischen ist bereits jetzt herzlich eingeladen: Die f-cell 2011 findet am 26. und 27. September wie gewohnt in Stuttgart statt.

Internet: www.f-cell.de

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