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Automarkt gespalten: Starke Zuwächse bei Pkw mit Effizienzklasse A+ und SUVs

Automarkt gespalten: Starke Zuwächse bei Pkw mit Effizienzklasse A+ und SUVs
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Bei der Entscheidung für ein neues Auto spielen für die Käufer bekanntlich die unterschiedlichsten Faktoren eine Rolle. Wie stark diese voneinander abweichen können, zeigt die Auswertung der Neuzulassungen im Jahr 2015 durch die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena). Auf der einen Seite hat vor allem der Absatz von schadstoffarmen Fahrzeugen im letzten Jahr deutlich zugenommen, auf der anderen Seite boomt vor allem aber auch das Segment der leistungs- und verbrauchsstarken SUVs.

2016er Toyota Prius Van
Foto: Toyota

In der bestmöglichen Effizienzklasse A+ legte der Absatz in Deutschland von 2014 auf 2015 um 75 Prozent zu, in der Effizienzklasse A stieg er ebenfalls noch deutlich um 25 Prozent. Insgesamt gehörten sogar 70 Prozent aller Neuzulassungen im letzten Jahr zu den grünen Effizienzklassen A+, A und B. Im Vorjahr waren es nur 58 Prozent.

Schwere SUV mit grüner Effizienzklasse = wirklich umweltfreundlich?

Da Fahrzeuge einer höheren Klasse aber mehr verbrauchen und CO2 ausstoßen dürfen, um in die gleiche Energieeffizienzklasse wie ein kleineres Modell eingestuft zu werden, sagen diese Zahlen aber noch nichts über den tatsächlichen CO2-Ausstoß des Autos aus. zudem steht die Einteilung stark in der Kritik, da ein Pkw umso mehr CO2 ausstoßen darf, je schwerer er ist. Große und schwere Autos mit hohem Verbrauch werden demnach laut Kritikern zu Unrecht als wirklich umweltfreundlich klassifiziert.

Belegt wird dies auch durch das Segment der SUVs und Geländewagen, die mit einem Anstieg um 13 Prozent auf 600.000 Neufahrzeuge insgesamt den größten Absatzzuwachs verzeichnen konnten. Und auch hier liegt der Anteil der grünen Effizienzklassen bei 63 Prozent, was auch daran liegt, dass bspw. ein Audi SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic mit 320 kW (435 PS) und 189 bis 199 g/km CO2-Emissionen dank seines Gewichts von 2.270 Kilogramm immer noch in die Effizienzklasse B fällt.

Durchschnittlichen CO2-Emissionen aller Neuzulassungen leicht gesunken

Positiv zu bewerten ist dennoch, dass die durchschnittlichen CO2-Emissionen aller neu zugelassenen Pkws auch in 2015 weiter gesunken sind und bei 128,8 Gramm pro Kilometer lagen. Damit sanken sie gegenüber dem Jahr 2014 noch einmal um 4 Gramm beziehungsweise 3 Prozent. Um den von der EU angepeilten durchschnittlichen Ausstoß von 95 Gramm pro Kilometer bis zum Jahr 2020 zu schaffen ist allerdings ein deutlich schnelleres Tempo nötig. Von den in 2015 in Deutschland neu zugelassenen Pkw erreichten diesen Top-Wert
lediglich rund 3 Prozent aller Fahrzeuge. Unter ihnen waren vor allem Minis, Kleinwagen und Autos mit alternativen Antrieben.

Alternative Antriebe bieten das größte Potential für die Zukunft

Da gerade das Segment der Kleinwagen einen Rückgang zu verzeichnen hatte, sollte wohl vor allem auf die alternativen Antriebe wie Hybridantrieb, Elektroantrieb oder die Verwendung von Autogas, Erdgas oder Wasserstoff gesetzt werden. Mit ihnen lassen sich schließlich auch schwerere Fahrzeuge mit weniger Verbrauch und Emissionen und bewegen. Bestes Beispiel hierfür ist der Toyota Prius+, bei dem es sich um einen Van mit bis zu sieben Sitzplätzen handelt und der dank modernstem Hybridantrieb einen Normverbrauch von nur 4,1 Liter Super auf 100 Kilometer vorweisen kann, was 96 g/km CO2-Emissionen enstpricht.

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