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Bau eines Kraftwerks in Long Beach: Erzeugung von Strom und Wasserstoff aus Bio-Abfällen

Bau eines Kraftwerks in Long Beach: Erzeugung von Strom und Wasserstoff aus Bio-Abfällen
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Egal ob Elektroauto oder Brennstoffzellenfahrzeug – wirklich umweltfreundlich können beide nur unterwegs sein, wenn der benötigte Strom oder eben der Wasserstoff auf nachhaltige Weise erzeugt werden. Vor diesem Hintergrund hat der japanische Autokonzern Toyota zusammen mit FuelCell Energy den Bau des des weltweit ersten Brennstoffzellen-Kraftwerks zur Stromerzeugung im Megawatt-Bereich bekannt gegeben. Die Anlage mit dem Namen „Tri-Gen“ entsteht im Hafen von Long Beach und wird nicht nur umweltfreundlichen Strom sondern auch Wasser und Wasserstoff aus Bio-Abfällen herstellen. Zudem eine der größten Wasserstoff-Tankstellen, an denen sowohl Pkw wie auch Lkw mit Brennstoffzellenantrieb aufgetankt werden können.

Brennstoffzellen-Lkw und Toyota Mirai
Foto: Toyota

Wasserstoff für den Toyota Mirai und einen Brennstoffzellen-Lkw

Im Hafen von Long Beach sind bereits Brennstoffzellenautos wie der Toyota Mirai im Einsatz, ebenso wie ein sich im Alltagsbetrieb befindlicher Schwerlast-Lkw. Dieser testet die Möglichkeiten dieser Antriebsart im Rahmen des „Project Portal“ im Güter- und Frachtverkehr. Vor dem bereits Ende Oktober 2017 gestarteten Realbetrieb wurde das bis zu 36 Tonnen schwere Konzeptfahrzeug in der Entwicklungsphase bereits erfolgreich auf mehr als 6.400 Kilometern getestet.

Angetrieben wird er von Elektromotoren mit einer Leistung von mehr als 670 PS und einem maximalen Drehmoment von fast 1.800 Nm. Der benötigte Strom wird in zwei Mirai Brennstoffzellenstacks erzeugt und für die zusätzliche Speicherung kommt eine 12 kWh starke und damit relativ kleine Batterie zum Einsatz. Die Reichweite des Lkw beträgt pro Tankfüllung speziell auf die Hafenbedingungen abgestimmte 320 Kilometer.

Sauberer Wasserstoff für rund 1.500 Brennstoffzellenfahrzeuge

Mit der Strom- und Wasserstoff-Produktion soll das Brennstoffzellen-Kraftwerk „Tri-Gen“ ab 2020 beginnen. Von dann an sollen dort auf umweltfreundliche Weise rund 2,35 Megawatt Strom und 1,2 Tonnen Wasserstoff pro Tag erzeugt werden. Dies entspricht dem Energiebedarf von 2.350 Durchschnittshaushalten und fast 1.500 Brennstoffzellenautos. Als erste Toyota Anlage in Nordamerika nutzt sie ausschließlich nachwachsende Energien vorwiegend aus landwirtschaftlichen Abfällen. Mit Unterstützung von Air Liquide entsteht auf dem Gelände von Tri-Gen eine der größten Wasserstoff-Tankstellen der Welt.

Entwickelt wurde die Tri-Gen Anlage von FuelCell Energy, einem auf die Errichtung und den Betrieb von Brennstoffzellen-Kraftwerken spezialisierten Unternehmen. Unterstützt wird der Bau der Anlage von verschiedenen bundesweiten, regionalen und kommunalen US-Behörden sowie der Universität Kalifornien in Irvine, deren Forschung bei der Entwicklung der Schlüsseltechnologie geholfen hat. Das neue Kraftwerk erfüllt unter anderem die strengen Vorgaben von Kaliforniens für die Luftqualität. In dem Bundesstaat an der US-Westküste gibt es bereits 31 Wasserstoff-Tankstellen, für weitere Stationen arbeitet Toyota mit verschiedenen Partnern, darunter auch der Mineralölkonzern Shell, zusammen.

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