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Toyota produziert ab 2020 Brennstoffzellen und Wasserstofftanks in Großserie

Toyota produziert ab 2020 Brennstoffzellen und Wasserstofftanks in Großserie
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Ab dem Jahr 2020 wird der japanische Autobauer Toyota die Serienproduktion von Brennstoffzellenstacks und Wasserstofftanks nach einer aktuellen Ankündigung deutlich ausbauen und massiv erweitern. Die Toyota Motor Corporation erwartet, dass sich in den nächsten zehn Jahren die Nachfrage nach Fahrzeugen mit dieser alternativer Antriebstechnik auf jährlich bis zu 30.000 Einheiten verzehnfachen werde.

Geplantes Toyota Honsha-Werk
Bild: Toyota

Der Konzern baut in Toyota City in der Nähe des Honsha-Werks, der bisherigen Fertigungsstätte, ein neues Hightech-Gebäude mit acht Stockwerken, um dort Brennstoffzellenstacks zu entwickeln und zu produzieren. Auf dem 70.000 Quadratmeter großen Areal, das nur wenige Kilometer von der ersten Automobilfabrik des 1937 gegründeten Unternehmens entfernt ist, wird Toyota dannn die Kernkomponenten für zukünftige Brennstoffzellenautos bauen.

Nach Angeben des Autobauers wird die Produktion der Wasserstofftanks künftig mithilfe einer eigenständigen Fertigungslinie im Shimoyama-Werk in der Präfektur Aichi erfolgen, die in Miyoshi City angesiedelt ist. Die aus dickem Carbon- oder Kohlenstofffaser bestehenden Tanks, die selbst heftigen Stößen standhalten, werden in kleiner Auflage bisher im Honsha-Werk montieren.

Toyota Mirai - Brennstoffzellenauto
Foto: Toyota

Toyota als Vorreiter in der Brennstoffzellentechnologie

Gemäß dem ökologischen Leitbild der Toyota Environmental Challenge 2050 sollen die neuen Fertigungsanlagen zu einer Reduktion des globalen C02-Ausstoßes beitragen. Ab jetzt beginnt Toyota die neue Wasserstofftank-Fertigungslinie zu konstruieren und gleichzeitig steht der Innenausbau im Brennstoffzellen-Werk bevor. Weitere Details hinsichtlich der Inbetriebnahme der Anlagen wird der Automobilkonzern spätestens 2020 bekanntgeben.

Toyota gilt als Pionier auf dem Gebiet der Brennstoffzellentechnologie für Automobile. So brachte der japanische Automobilhersteller mit dem Toyota Mirai, der immer noch erhältlich ist, die weltweit erste Brennstoffzellenlimousine auf den Markt. Während der Toyota Mirai einen Wasserstoffverbrauch 0,76 Kilogramm pro 100 Kilometer aufweist, betragen sowohl die CO2-Emissionen null Gramm pro Kilometer als auch der Stromverbrauch null Kilowattstunden auf 100 Kilometern Strecke (unter Annahme, dass der Wasserstoff CO2-neutral hergestellt wird).

Toyota Brennstoffzellenbus
Bild: Toyota

Erweitertes Angebot von Autos und Bussen mit Brennstoffzellenantrieb

Seit der Markteinführung im Jahre 2015 hat Toyota den Absatz seiner Brennstoffzellenlimousine sukzessive von 700 Einheiten auf knapp 3.000 Fahrzeuge im Jahr 2017 gesteigert. Im kommenden Jahrzehnt strebt Toyota an, den Anteil seiner mit Wasserstoff angetriebenen Fahrzeuge auf 30.000 Einheiten pro Jahr zu steigern. Hiervon sollen mehr als 10.000 Einheiten auf dem japanischen Automobilmarkt abgesetzt werden. Über den in Japan, in den USA und in bislang neun europäischen Ländern angebotenen Toyota Mirai hinaus zielt der Automobilkonzern ab, mit Brennstoffzellenbussen wie dem Toyota Sora dazu beizutragen. Um die gesetzten Ziele zu erreichen, möchte Toyota seine Brennstoffzellen-Modellpalette weiterentwickeln, kontinuierlich ausbauen und darüber hinaus neue Absatzmärkte erschließen.

Ein Kommentar

  1. Claus-Rüdiger Martin

    Wenn Toyota eine sehr gute Abschätzung der Zukunft weiss, wird es sie nicht verraten und breittreten und die Anderen den Irrweg der Kabelautos fahren lassen, um einen noch grösseren Wettbewerbsvorteil zu haben. Ich sage nur „seltene Erden“, Ladestrukturausbau in der dritten Welt beginnend schon in ärmeren EUländern ist absolut unbezahlbar. Also nicht klimawirksam. Die Lademobilität wird jenseits von Zweitwagen und eigener Ladestelle stoppen. Ladestellen im öffentlichen Raum dezimieren Dauerparkplätze, und bestehende Tankstellen haben keinen Platz.
    Der Markt einer Wasserstoffwirtschaft inklusiv Heizung, Kühlung, Stromerzeugung eröffnet sich.

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