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Made in Germany: Erstes konkurrenzfähiges Batteriesystem für Elektroautos kurz vor Serienreife

Made in Germany: Erstes konkurrenzfähiges Batteriesystem für Elektroautos kurz vor Serienreife
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Während der Begriff „Made in Germany“ weltweit für hohe Qualität und modernste Technologie steht, spielen deutsche Unternehmen im boomenden Markt für Elektroautos bisher nur eine untergeordnete Rolle. Während Mitsubishi, Peugeot und Citroen bereits mit einem Elektroauto auf dem Markt sind, sich dieses Jahr der Nissan Leaf anschließt und in 2011 Renault u.a. mit dem Fluence Z.E. folgt, konzentrieren sich hiesige Anbieter noch auf elektrisch angetriebene Studien und Testfahrzeuge. Auch bei der Batterieentwicklung hat bisher vor allem die asiatische Konkurrenz die Nase vorn. Doch das könnte sich bald ändern.

Konkurrenzfähiges deutsches Batteriesystem für Elektroautos kurz vor Serienreife
Wie das Unternehmen Akasol Engineering, Spezialist für Elektromobilität, vor kurzem bekannt gab, wurde der Bau ihres Vorserien-Batteriemoduls auf Lithium-Ionen-Basis im März 2010 erfolgreich abgeschlossen. Damit ist das Darmstädter Unternehmen seinem Ziel, ein in jeder Hinsicht konkurrenzfähiges deutsches Batteriesystem für Elektroautos auf den Markt zu bringen, einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Akasol Engineering besitzt bereits 20 Jahre Erfahrung aus Forschung und Entwicklung im Bereich Elektromobilität, die nun in die Entwicklung Batteriemoduls eingeflossen sind. Im Herbst diesen Jahres wird das Modul erstmals in einem Testfahrzeug auf die Straße kommen.

Deutsche Qualität und Baukastenprinzip
Nach Aussage des Darmstädter Unternehmens verliefen alle Testreihen in den eigenen Entwicklungslabors zu vollster Zufriedenheit und lieferten nicht nur wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung, sondern auch positive Ergebnisse hinsichtlich Ladeverhalten, Zuverlässigkeit, Effizienz und Sicherheit des Moduls. Bewährt haben sich dabei das integrierte Kühlsystem sowie die kosteneffiziente, gewichtssparende und serientaugliche Bauweise. Die Konstruktion nach dem Prinzip eines Baukastens ermöglicht die Kopplung einer beliebige Anzahl der 2-kWh-Module zu einem leistungsfähigen Batteriesystem je nach Fahrzeuganforderung.

Mit Spezialisten und modernster Technik gegen die Konkurrenz
Auf rund 1.000 Quadratmetern steht Akasol Engineering modernste Technik für die Entwicklung, die Kleinserien-Produktion und für umfangreiche Testverfahren zur Verfügung. Wichtig ist auch, dass die Batterien alle Anforderungen des United States Advanced Battery Consortiums (USABC) erfüllen, da nur so die weltweite Vermarktung möglich wird. Das Marktpotential spiegelt sich auch in den finanziellen Anstrengungen wieder: Bei Akasol Engineering arbeiten allein 13 spezialisierte Ingenieure ausschließlich an der Entwicklung eines Lithium-Ionen-Batteriesystems, das die Anforderungen der Automobilhersteller und der Autofahrer hinsichtlich Leistung, Zuverlässigkeit und Kosten erfüllt.

„Wir betreiben einen hohen eigenen Aufwand für Forschung und Entwicklung“, sagt Sven Schulz, Geschäftsführer von Akasol Engineering. „Diese Vorleistung wird uns jedoch in die Lage versetzen, ein qualitativ hochwertiges Produkt zu einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis für den Großserieneinsatz anbieten zu können. Unser Ziel ist es, eines der besten serienreifen Lithium-Ionen-Batteriesysteme ‚Made in Germany‘ auf die Straße zu bringen.“

Akasol Engineering blickt auf zwei Jahre Entwicklung des neuen Batteriesystems zurück
Seit über zwei Jahren konzentriert sich Akasol Engineering ausschließlich auf die Entwicklung dieser neuen Generation eines Batteriesystems für Elektroautos. Das Unternehmen kann dabei auf Erkenntnisse aus 20-jähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit zurückgreifen: Seine Wurzeln liegen im unabhängigen Zentrum für zukunftsfähige Fahrzeugtechnologien der Technischen Universität Darmstadt, das seit 1990 praktische Forschungsarbeit für Elektrofahrzeuge erbringt. Diese Erfahrung verbindet Akasol Engineering seit der Gründung im Jahr 2008 mit der unternehmerischen Expertise der mittelständischen Schulz Group aus Baden-Württemberg, die seit 1986 als Automobil- sowie Industriezulieferer erfolgreich ist und als Muttergesellschaft operiert. Damit zählt Akasol Engineering zu den wenigen in Deutschland ansässigen Unternehmen, die konzentriert und langfristig an der Entwicklung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen und elektrischen Antriebssträngen für den Großserieneinsatz in Elektrofahrzeugen arbeiten. Das Unternehmen hat bereits mehrere namhafte Automobilhersteller bei der Erstellung von elektrischen Antriebs- und Fahrzeugkonzepten beraten.

Mit einem eigenen Batteriesystem schließt Akasol Engineering jetzt den Kreis: Von der Beratung und Konzeption bis hin zur Lieferung eines fertigen, individuell abgestimmten Batteriesystems begleitet Akasol Engineering Automobilhersteller, die Lösungen im Bereich Elektromobilität suchen. „Dieser junge Markt hat sein dynamisches Wachstum noch vor sich. Wir werden mit unserer Technologie dazu beitragen, die deutsche Position hinsichtlich zukunftsfähiger Lösungen für die Elektromobilität maßgeblich zu stärken“, ist Sven Schulz zuversichtlich.

Bundesland Hessen und Bund von der Kompetenz überzeugt
Nicht nur die Akasol Engineering GmbH zeigt sich von ihrer Technologie überzeugt: Im Rahmen eines Förderprogramms des Bundeslands Hessen arbeitet das Unternehmen im Verbund mit anderen von der Landesregierung ausgewählten Unternehmen an der „Konzeptstudie Hessenbatterie“. Auch auf Bundesebene wurde das Unternehmen gemeinsam mit einem weiteren Unternehmen der Schulz Group, der Schulz Engineering GmbH, wegen ihrer Expertise und Erfahrung im Bereich Elektromobilität zu dem Förderprojekt „Antriebskonzepte für Elektro- und Hybridfahrzeuge“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hinzugezogen.

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