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Frankreich startet im Gegensatz zu Deutschland ein wirklich grünes Konjunkturprogramm

Frankreich startet im Gegensatz zu Deutschland ein wirklich grünes Konjunkturprogramm
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Am 30. Oktober hatten wir unter „Zwei Jahre keine Kfz-Steuer für umweltfreundliche Neuwagen“ auf das deutsche Konjunkturprogramm als Hilfe für die kriselnde Automobilbranche hingewiesen. Noch am selben Nachmittag wurden wir von Georg per Kommentar darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Konjunkturprogramm von Frau Merkel nicht wirklich um die Förderung von UMWELTFREUNDLICHEN Neuwagen sondern lediglich um eine Täuschung der Bürger handelt. Da in Deutschland immer noch der Hubraum als Bemessungsgrundlage für die Kfz-Steuer gewählt wird, bekommen Käufer von Spritschluckern mit großen Motoren ab 2009 auch den höchsten Zuschuss.

In unserem Nachbarland Frankreich zeigen die Politiker, dass es auch anders geht. Denn dem Konjunkturprogramm für den Kauf von neuen Autos in Frankreich liegt ein entscheidender Unterschied zugrunde: Umweltfreundlichkeit wird dort nicht anhand der fragwürdigen Abgasnormen Euro 4 und Euro 5 gemessen sondern an den CO2-Werten und dem damit verbundenen Verbrauch der Fahrzeuge. Geländewagen, SUVs oder Sportwagen und Luxuslimousinen mit hohem Verbrauch müssen in Frankreich dannn Strafen von bis zu 2.600 Euro zahlen und der Kauf von einem Auto mit niedrigen CO2-Emissionen wird mit bis zu 5.000 Euro belohnt.

Allerdings gibt es den Höchstsatz von 5.000 Euro nur für Autos mit einem CO2-Wert von weniger als 60 g CO2/km, was zur Zeit kein Serienmodell schafft. Für Fahrzeuge mit weniger als 105 g CO2-Emissionen pro Kilometer gibt es aber immer noch 1.000 Euro, für weniger als 120 g CO2/km noch 700 Euro und für Fahrzeuge mit weniger als 130 g CO2/km immerhin noch 200 Euro. Zur Gegenfinanzierung werden Käufer von Neuwagen mit mehr als 166 g CO2/km bestraft. Gestaffelt werden dann von 750 Euro bis zu 2.600 Euro für Fahrzeuge mit CO2-Emissionen über 250g/km fällig. Und um die klimafreundliche Entwicklung in der Automobilbranche voran zu treiben, werden die Regeln in den kommenden Jahren noch verschärft.

An der französischen Regelung könnte sich die Bundesregierung um Frau Merkel ein Beispiel nehmen um in den Augen der Bevölkerung nicht nur noch als Erfüllungsgehilfe der Wirtschaft – speziell der deutschen Automobilhersteller – dazustehen.

Quellen und weitere Informationen:
stern.de „Autokauf-Anreize in Frankreich – Cash für Sparer, Strafe für Schlucker„, 04.11.2008

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