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VW Golf soll ab 2013 als Elektroauto auf den Markt kommen

VW Golf soll ab 2013 als Elektroauto auf den Markt kommen
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Am heutigen Tag treffen sich in Berlin Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft im Rahmen der Gründungsveranstaltung „Nationale Plattform Elektromobilität“. Dort wird auch Bundeskanzlerin Angela Merkel die Möglichkeit haben, eine Studie des künftigen Golf blue-e-motion in Augenschein zu nehmen. Mit einem Elektromodell des erfolgreichsten europäischen Autos aller Zeiten will Volkswagen in 2013 das Zeitalter der Elektromobilität für die breite Masse einleiten. Vor dem Elektro-Golf soll nur der VW Up blue-e-motion (kleines Stadtfahrzeug) sein Debüt feiern. Mit der Einführung von elektrifizierten Bestsellern wie dem VW Golf und dem Jetta sowie dem E-Lavida in China will Volkswagen die Elektrofahrzeuge aus dem Bereich der Nischenmodelle bringen und so als Marktführer bis 2018 eine neue Art nachhaltiger Mobilität etablieren. Dieses Ziel passt zu den Plänen der Bundesregierung, die bis 2020 rund eine Million Elektrofahrzeuge auf den Straßen sehen möchte.


Foto: Volkswagen

Der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Dr. Peter Ramsauer (CDU) konnte sich bereits am vergangen Donnerstag in Berlin ein Bild von der Antriebstechnik der Zukunft im deutschen Klassiker machen. Der Golf blue-e-motion wird von einem vorn im Motorraum integrierten Elektromotor mit einer Leistung von 85 kW / 115 PS lautlos und lokal emissionslos angetrieben. Wie alle Elektromotoren, liefert auch das im Golf eingesetzte Aggregat aus dem Stand heraus ein sehr hohes Drehmomentmaximum (270 Newtonmeter). Die benötigte Energie stammt aus einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 26,5 Kilowattstunden.

Je nach Fahrweise und Rahmenbedingungen (u.a. Einsatz der Klimaanlage und Heizung) sind mit dem Golf blue-e-motion Reichweiten von bis zu 150 Kilometern realisierbar. Laut dem Statistischen Bundesamt legen fast die Hälfte aller Erwerbstätigen, die mit dem Auto zur Arbeit fahren, weniger als 10 Kilometer, weitere 28,1 Prozent zwischen 10 und 25 Kilometer sowie 16,2 Prozent mehr als 25 Kilometer zurück (einfache Fahrt). Somit erfüllt die mögliche Reichweite die Ansprüche der meisten beruflichen Pendler in Deutschland ebenso wie die Anforderungen vieler Dienstleister.

Noch mehr als heute etwa bei einem modernen Benziner oder Diesel spürbar, verkürzt sich die maximale Reichweite eines Elektroautos indes stark, wenn häufig die maximale Leistung abgefordert wird. Der 140 km/h schnelle Golf blue-e-motion bietet deshalb ausreichend Reserven, um auch mit weniger Energieeinsatz zügig unterwegs zu sein oder gar nur zu „segeln“, wie es im Fachjargon heißt. Letzteres geschieht immer dann, wenn der Fahrer dank vorausschauender Fahrweise vom Gas oder besser vom Strom geht. In diesem Fall wird der Motor, wie heute schon beim Touareg Hybrid, ausgekuppelt, um den Wagen so mit möglichst geringen Widerständen rollen zu lassen. Dabei gewinnt der Golf blue-e-motion via Rekuperation sogar kinetisch erzeugte Energie zurück.

Wirklich umweltfreundlich und emissiosfrei fährt der VW E-Golf indes nur, wenn die Batterie mit Strom aus erneuerbaren Energien aufgeladen wird. Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Prof. Dr. Martin Winterkorn, sagte dazu: „Die künftigen Elektroautos bieten uns riesige Chancen, Mobilität noch nachhaltiger zu gestalten. Wir müssen allerdings im Sinne der Umwelt dafür sorgen, dass die Energie für den Betrieb dieser Elektroautos regenerativ, also aus erneuerbaren Quellen, erzeugt wird. Da die Automobilhersteller auf die Art der Kraftwerke keinen Einfluss haben, muss die Bundesregierung die Nutzung umweltfreundlicher Energiequellen sicherstellen. Erst dann erleben wir eine Zeitenwende.“

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