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BDBe Studie: Bioethanol sorgt auch ohne Finanzhilfen für weniger CO2-Emissionen im Verkehr

BDBe Studie: Bioethanol sorgt auch ohne Finanzhilfen für weniger CO2-Emissionen im Verkehr
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Wenn es darum geht, nachhaltigere Konzepte für den Verkehrssektor zu entwickeln, dann ist heute zumeist die Elektrifizierung von Autos gemeint. Hybrid, Plug-In Hybridfahrzeuge und Elektroautos sind allerdings nicht die einzige Möglichkeit, denn auch alternative Kraftstoffe wie LPG, CNG und natürlich Biosprit haben einen Einfluß auf die Höhe der Emissionen im Verkehrssektor. Vor dem Hintergrund des Klimagipfels in Paris und der in vielen Ländern bereits eingeführten oder geforderten Subventionierung von E-Autos weist der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) auf die Erfolge und Potentiale von Bioethanol als Kraftstoff(bestandteil) hin.

Bioethanolwerk der Nordzucker AG in Klein Wanzleben
Foto: BDBe Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft

Dank der Beimischung von Bioethanol im Benzin konnte der CO2-Ausstoß im Verkehr alleine in den ersten neun Monaten von 2015 in Deutschland um rund 1,2 Millionen Tonnen reduziert werden. Der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des BDBe, Norbert Schindler, erläutert in diesem Zusammenhang: „Dies bedeutet eine Reduzierung des Ausstoßes klimaschädlicher Treibhausgase um 1,1 kg pro Liter Bioethanol, das in Super und Super E10 beigemischt ist. Dies entspricht einer CO2-Minderung von 62 Prozent gegenüber fossilem Benzin.“

Bioethanol laut Studie auch ökonomisch und volkswirtschaftlich sinnvoll

Nach den Ergebnissen einer Studie über die ökonomische Bedeutung des größten Standortes der deutschen Herstellung von Bioethanol in Sachsen-Anhalt entsteht volkswirtschaftlich betrachtet eine Wertschöpfung von 50 Cent pro Liter Bioethanol aus heimischer Produktion. Diese kommt auch durch die Vermarktung hochwertiger Nebenprodukte der Bioethanolherstellung, wie eiweißhaltigem Futtermittel und biogener Kohlensäure, zustande. Ebenfalls werden an anderen Produktionsstätten auch Gluten, Biodünger oder Biomethan gewonnen. Norbert Schindler weist deshalb darauf hin, dass gerade Biokraftstoffe auch ohne die massive Finanzhilfen zum Klimaschutz im Verkehr beitragen können. Darüber hinaus werden sogar für jeden Liter Bioethanol 65 Cent an Energiesteuer und 33 Cent an sonstigen Steuern und Sozialabgaben abgeführt.

Herstellung von Bioethanol schafft Jobs in strukturschwachen Regionen

Neben den Vorteilen für den Klimaschutz sieht die Studie in der Herstellung des alternativen Kraftstoffs Bioethanol auch großes Potential für strukturschwache, ländliche Gegenden. Laut Schindler sind durch den Bau modernster Bioraffinerien schließlich gerade auf dem Land wettbewerbsfähige Arbeitsplätze entstanden, die auch über den eigentlichen Betrieb als Jobmotor fungieren. Schließlich profitieren von ihnen auch vor- und nachgelagerte Bereichen wie Handwerk und Gewerbe. Ergänzend erwähnt er: „Die Produktivität in deutschen Werken, die nicht nur Bioethanol für Kraftstoffanwendungen, sondern eine Vielzahl von Nebenprodukten für die Lebensmittel- und Futtermittelindustrie erzeugen, erreichte dabei einen Spitzenwert von mehr als 632.000 EUR Bruttowertschöpfung pro Arbeitnehmer und Jahr.“

Die komplette Studie (Pdf) ist hier zu finden:
http://www.bdbe.de/application/files/2014/3566/8520/oekonomische_Bedeutung_CropEnergies_Bioethanol_in_Zeitz.pdf

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