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Edison2, Li-ion Motors und X-Tracer sind die Gewinner des Automotive X Prize

Edison2, Li-ion Motors und X-Tracer sind die Gewinner des Automotive X Prize
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Die Teams, die es beim 10 Millionen Dollar Automotive X-Prize bis ins Finale geschafft haben, können sich eigentlich alle als Sieger bezeichnen, schließlich haben sie die effizientesten und besten Fahrzeuge gebaut, die in Zukunft auf den Strassen der Welt unterwegs sein könnten. Dennoch musste in den drei Kategorien „Mainstream“, „Alternative Class – Tandem“ und „Alternative Class – Side-by-Side“ natürlich ein Gewinner stehen, denn die 10 Millionen US-Dollar Preisgeld sollten ja verteilt werden.

Nachdem das Team Edison2 mit seinem Fahrzeug „Very Light Car“ bereits als einziges in der am höchsten dotierten Mainstream-Klasse verblieben war, wundert es nicht, dass sie Mitte September auch das Preisgeld in Höhe von 5 Millionen US-Dollar entgegen nehmen durften. Die Kategorie war am höchsten dotiert, da sie voraussichtlich das größte Potential bietet: Die teilnehmenden Fahrzeuge mussten über vier Räder sowie vier Sitze verfügen und weniger als 2,35 Liter Kraftstoff auf 100 km verbrauchen.

Edison2 - Gewinner der Kategorie Mainstreem beim Automotive X-Prize
Foto: Edison2

„Wir haben unser Unternehmen Edison2 getauft, weil wir das allgemeine Wissen akzeptieren, dass der Elektro- oder Hybridantrieb der Schlüssel zu mehr Effizienz ist. Allerdings hat unsere Analyse gezeigt, dass die einzigen zwei absoluten Einflussfaktoren zur Verbesserung der Effizienz von Autos ein möglichst geringes Gewicht und eine besonders gute Aerodynamik sind. Aus diesem Grund haben wir die schweren Batterien weggelassen, die für den Elektroantrieb notwendig gewesen wären und uns für einen Verbrennungsmotor entschieden, der mit dem Biosprit E85 angetrieben wird.“ erklärt Oliver Kuttner, Gründer und CEO von Edison2 sein Erfolgsgeheimnis.

In der alternativen Side-by-Side Klasse siegte das Team von Li-ion Motors mit dem Elektroauto Wave II. Das Fahrzeug verfügt über zwei nebeneinander angeordnete Sitze und wird von einem Elektromotor angetrieben, der das Fahrzeug in rund 12 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen kann. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei knapp 128 km/h. Die benötigte Energie bezieht der Elektromotor aus modernsten Lithium-Ionen-Polymer Batterien, die voll aufgeladen eine Reichweite von rund 240 Kilometern möglich machen sollen. Die normalerweise gefahrenen, täglichen Strecken sollten damit auf jeden fall abgedeckt sein.

Li-Ion Motors Wave II - Gewinner der alternativen Kategorie Side-by-Side beim Automotive X-Prize
Foto: Li-Ion Motors / Progressive Insurance Automotive X PRIZE

Li-ion Motors Teamchef, Ron Cerven, reflektierte seine Teilnahme am X-Prize folgendermaßen: „Jüngste Umweltkatastrophen wie die von der Deepwater Horizon verurschten Ölpest im Golf von Mexiko hat Li-ion Motors dazu bewogen, seine Fahrzeuge nicht nur in den USA herzustellen, sondern die Technologie auch zu Nutzung durch andere Autohersteller überall auf der Welt zu lizensieren.“ Diese Vermarktung der Technologie soll dazu beitragen, den weltweiten ökologischen Fußabdruck zu verringern. Darüber hinaus will Li-ion Motors laut Berichten auf dem AutoblogGreen den 2,5 Millionen US-Dollar Preis mit den anderen Finalisten der Kategorie teilen. Das deutsche Team TW4XP soll 400.000 Dollar erhalten, Aptera und ZAP jeweils 200.000 Dollar. Das fünfte Team „RaceAbout Association“ verzichtet auf den angebotenen Anteil.

In der zweiten alternativen Klasse mit dem Zusatz „Tandem“, konnten die zwei Sitze im Fahrzeug hintereinander angeordnet werden. Durch diesen Umstand war der Bau schmalerer Fahrzeuge möglich, die auch über nur zwei Räder verfügen durften. Mit ihrem Elektrofahrzeug – einem innovativen Mix aus Rennmotorrad und Elektrosportwagen – hatten die beiden Schweizer Teams der Peraves AG mit den Fahrzeugen X-Tracer und E-Tracer bereits alle anderen ausgestochen und standen am Ende nur noch zu zweit im Finale. Gewonnen hat den X-Prize, und damit auch die 2,5 Millionen US-Dollar, am Ende der X-Tracer.

X-Tracer Team Switzerland
Foto: Peraves AG

In der Schweiz ruht man sich nach dem Sieg beim Automotive X Prize aber gar nicht erst aus: Bereits seit Mitte August ist ein weiteres Team mit dem „Zerotracer“ beim Zero Race mit dabei. Ziel ist es hier, in 80 Tagen mehr als 30.000 km rund um die Welt zu fahren. Natürlich wie gehabt mit Elektroantrieb.

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