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Initiativkreis Stadtwerke Nordbayern sieht großes Potential für Erdgas als Kraftstoff

Initiativkreis Stadtwerke Nordbayern sieht großes Potential für Erdgas als Kraftstoff
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Am 12. Juni 2013 hatte das Kabinett die vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) vorgelegte Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung beschlossen, die speziell auch das Ziel einer nachhaltigeren Umgestaltung des Verkehrssektors beinhaltet. Schließlich ist dieser in Deutschland für rund 30 Prozent des Energieverbrauchs sowie für etwa 20 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich und ist zudem aktuell noch zu mehr als 90 Prozent vom Erdöl abhängig. In den nächsten Jahrzehnten sollen deshalb sowohl der ENergieverbrauch insgesamt deutlich reduziert werden, wie vor allem auch die Abhängigkeit von Erdöl und den erdölexportierenden Staaten. Gerade in diesem Zusammenhang hob Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer noch einmal hervor, dass man dabei nicht auf eine einzige Technologie, sondern auf einen geeigneten Mix, setzen wolle.

Erdgas VW Passat auf der IAA 2011
Foto: Grüne Autos Magazin

Begrüßt wird dieser Schritt in Richtung Förderung der verschiedendsten alternativen Antriebe auch vom Initiativkreis Stadtwerke Nordbayern, dessen Mitglieder vor allem in Erdgas (CNG) ein großes Potential sehen. Immerhin seien bereits heute rund 96.000 Erdgasautos auf Deutschlands Straßen unterwegs, von denen allein 20 Prozent Nutzfahrzeuge sind. „Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach dem Kraftstoff Erdgas (CNG) in den nächsten Jahren deutlich steigen wird“, erklärt deshalb Stephan Pröschold, Sprecher des Initiativkreises. Neben dem günstigen Kraftstoffpreis und dem Umweltgedanken könnte auch der Plan der Bundesregierung, alternative Kraftstoffe stärker in den Blickpunkt der Bürger zu rücken, dazu beitragen.

„Die Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Energiewende im Straßenverkehr, den der Initiativkreis begrüßt“, so Pröschold weiter. Konkret wurde als Ziel genannt, den Energieverbrauch im Verkehr bis zum Jahr 2050 um 40 Prozent zu senken. Während man bisher davon ausgehen konnte, dass sich die Politik rein auf den Elektroantrieb festgelegt habe, scheint nun ein Umdenken zu erfolgen. Zu den Handlungsempfehlungen an die Marktteilnehmer, welche Maßnahmen realisierbar sind, um den Markt weiter zu beleben, gehören im Einzelnen:

  • Einsatz von mit Erdgas betriebenen Nutzfahrzeugen auch im öffentlichen Personennahverkehr oder für kommunale Aufgaben forcieren
  • Erweiterung und intensivere Bewerbung des Fahrzeugangebots
  • Steigerung der Zahl der Erdgastankstellen von 900 auf 1.300 und Erweiterung hochfrequentierter Standorte mit Erdgaszapfsäulen
  • Preisauszeichnung der Kraftstoffe an den Tankstellen vereinheitlichen
  • Rabattierung der Netzentgelte für Erdgas als Kraftstoff

Die Stadtwerke und regionalen Gasversorger haben das Potenzial von Erdgas als Kraftstoff bereits vor längerer Zeit erkannt und das Erdgas-Tankstellennetz dementsprechend ausgebaut. Inzwischen bieten 15 Mitglieder des Initiativkreises den alternativen Kraftstoff an eigenen Zapfsäulen an, so etwa die Stadtwerke Münchberg, die bereits seit dem JJahr 2004 eine Erdgas-Tankstelle im Gewerbegebiet anbieten. „Durch die Nähe zur Autobahn wird sie gerne auch von Kurierdiensten oder Firmen angefahren“, erklärt Gasmeister Thomas Kilian. „Im Monat werden dort durchschnittlich rund 20.000 Kilogramm getankt.“

Erdgasautos für Stadtwerke

Der Erdgasantrieb ist dabei wie bereits erwähnt nicht nur bei privaten Pkw sinnvoll. Aus diesem Grund wird in den Regionen des Initiativkreis Stadtwerke Nordbayern auch der Stadtbusverkehr zunehmend auf den alternativen Antrieb umgestell und auch viele Fuhrparks der Stadtwerke werden mit Erdgasautos bestückt. Mit gutem Beispiel gehen etwa die Stadtwerke Neustadt voran: „Derzeit sind bei uns 13 Fahrzeuge mit Erdgas unterwegs, mit denen wir bislang gute Erfahrungen machen“, sagt Ralf Kreutzer, der bei den Stadtwerken für die Erdgastankstelle zuständig ist. Kreutzer verweist neben dem sparsamen Verbrauch vor allem auf die positive Umweltbilanz des Kraftstoffes: Erdgas stößt bis zu 25 Prozent weniger CO2 aus als Benzin. Im Vergleich zu Diesel entstehen rund 95 Prozent weniger Stickoxide. „Der Preis, der Umweltgedanke und der gute Ausbau des Tankstellennetzes – mit diesen Punkten kann Erdgas im Kraftstoffsegment auf die Überholspur wechseln“, sagt Pröschold.

Noch umweltfreundlicher mit künstlichem Methan mittels erneuerbaren Energien

Noch deutlich umweltfreundlicher könnte das Fahren mit CNG in Zukunft werden, wenn weitere Fortschritte in der Herstellung von künstlichem Erdgas gemacht werden, mit dessen Hilfe sauber produzierter Ökostrom gespeichert und über das Erdgasnetz verteilt werden kann. Unter anderem setzt bereits Audi mit der e-gas Technologie auf dieses Verfahren.

2 Kommentare

  1. Markus Flottmann

    Ich kann hier auch nur im vollem Umfang zustimmen!!!Ergdgas als Kraftstoff, ist auf jeden Fall einer der Kraftstoffe der Zukunft.
    Auch ich habe mich vor rund 4 Jahren für diese echte Alternative enschieden und habe es bis dato noch nicht einmal bereut.Mit einem Erdgasauto bis nach Spanien- auch das war kein Problem.Im Zeitalter von guten Navigationssystemen oder modernen Smartphones mit CNG Apps, war die Suche nach Erdgaszapfsäulen ein Kinderspiel.Sicherlich war dies kein Standardurlaub,an dem der verwöhnte Urlauber sich die Straßenseite zur Betankung aussuchen kann…Im Schnitt verbrauchte mein Passat TSI EcoFuel nur 4,5 Kg Erdgas auf 100 Km- noch Fragen? Mal ganz ehrlich- warum braucht man so viele Normalo Tankstellen und oftmals auf jeder Seite? Ist der Konsument von Benzin und Diesel vielleicht ein wenig verwöhnt? Ich persönlich komme auf jeden Fall mit den derzeit vorhandenen Erdgastankstellen zurecht.Aber ich freue mich natürlich über jede weitere die dazu kommt, denn nur so kann man den NORMALOS die Angst nehmen!!!
    Einfach mal seinen geistigen Horizont erwetern und nicht nur über die Spritpreise schimpfen- denn es gibt Alternativen und damit meine ich nicht LPG!Oder kann man LPG regenerativ herstellen? Es ist und bleibt ein Abfallprodukt der Mineralölkonzerne und wird auch preislich irgendwann willkürlich wie Benzin und Diesel preislich davonschwimmen.

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